Die Kür: Was es über Thailand zu wissen gibt

Und natürlich ist Thailand das Land des Lächelns. Was veranlasst die Thai zu einem Lächeln. Gehen Sie mal in ein Comedy-Cafe. Auch wenn Sie nichts verstehen, kann man es trotzdem unter dem Prädikat sehenswert einstufen. Auch zu Feiern verstehen die Thai. Da darf dann auch der Energy Drink nicht fehlen, er ist sozusagen der Treibstoff des Landes. Und dann natürlich die Kräutermischungen und Alkoholika, die versetzt mit allerlei Aberglauben gegen alle möglichen Wehwehchen helfen sollen. Da kommt auch der Sex mal aus der Flasche.

Auch im Fernsehen finden Thais Unterhaltung. Seifenopern gehören zu den beliebten Formaten, Game-Shows mit B-Prominenz, die vielseitig einsetzbar ist werden ebenso gern gesehen.

Das Leben am Strand spielt sich für die Thai im Schatten ab. Niemand will bei derartigen Temperaturen in der Sonne brutzeln, das würde den blassen Teint, der als Schönheitsideal gilt, wie übrigens in vielen asiatischen Ländern, verschwinden lassen. Und blass ist nobel. Nur der arme Bauer muss in der prallen Sonne am Feld schuften. Da muten die krebsrot gefärbten mit weißen Streifen durchzogenen Körper der Touristen umso schräger an. Auch ins Wasser gehen Thais in voller Bekleidung, aus eben erklärten Gründen (auch das ist andernorts in Asien ähnlich). Für den bleichen Teint werden keine Kosten gescheut und Cremes und Aufhellungskuren kriegt man in vielen Greißlerläden (also die Thai-Variante davon, die Straßenhändler).

Und zuguterletzt noch ein praktischer Tipp. Namen sind in Thailand eine ernste Angelegenheit. Visitenkarten überreicht man wie in Japan, mit beiden Händen, ebenso werden diese entgegengenommen. Gar nicht zu denken, sie als Notizzettel zu missbrauchen oder sie ungeschaut in die Tasche zu stecken. Auch die Überreichung mit der Schrift zu einem selbst gilt als Fauxpas. Der Empfänger soll sie gleich lesen können.

Spitznamen haben eine Bedeutung und klingen oft verblüffend. So mag man einem „Yes“ begegnen, oder jemanden der auf den Namen „Joke“ hört. Manchmal erfährt man ihre wirklichen Namen gar nicht. Früher waren Spitznamen vor allem auf dem Land verbreitet. Mittlerweile ist es in allen Gesellschaftsbereichen angekommen. Manche klingen witzig, andere sind Ausdruck von erwünschten Eigenschaften oder sollen böse Geister vertreiben. Wieder andere beziehen sich aufs Essen oder sind Glücksbringer. wie „win“. Man kann seinen Namen mühelos ändern und das tun die Thai auch. Die Eltern suchen einen bedeutungsvollen Namen, etwa nach einem wichtigen Mönch. Nachnamen werden selten genannt und haben auch eine Bedeutung.

Bleibt noch die Begrüßung mit der richtigen Anrede: Ein Händedruck ist wie in den meisten Teilen Asiens nicht üblich, schon aus hygienischen Gründen. Beherrscht man jedoch den in der jeweiligen Situation angebrachten wai nicht (das ist der Gruß, wo beide Handflächen aneinander gelegt vor dem Körper gehalten werden, lässt man ihn bleiben – man wirkt schnell lächerlich. Man muss die gesellschaftliche Stellung kennen, in der sich die Person im thailändischen System bewegt, um den richtigen Wai anwenden zu können. Man nickt mit dem Kopf und spricht Leute immer mit einem khun + Vorname, sowohl bei Männern als auch bei Frauen, an. Wenn man einen Namen nicht kennt, sagt man als Frau „Khun ka“ und als Mann „Khun khrap“.



Na, auf den Geschmack gekommen? Vielleicht buchen Sie ja bald was.

Also dann, viel Spaß bei Ihrem nächsten Thailandaufenthalt.

Schreibe einen Kommentar